Mittwoch, 4. April 2007

Schlaf in Zahlen

Anteil unserer Lebenszeit, den wir schlafen, in Prozent: 33

Zeit, die ein erwachsener Mensch schlafen muss, um gesund zu bleiben, in Stunden pro Tag: 6 bis 8

Zahl der Stunden Schlaf, die Einstein täglich benötigte: 10

Kalorien, die beim Fernsehgucken pro Stunde verbrannt werden: 80

Kalorien, die beim Schlafen pro Stunde verbrannt werden: 60

Kalorien, die beim Sex pro Stunde verbrannt werden: 360

Männer, die regelmäßig Nachthemden tragen, in Prozent: 2

Frauen, die regelmäßig Nachthemden tragen, in Prozent: 74

Deutsche, die regelmäßig nackt schlafen, in Prozent: 12,5

Zahl der Tage, nach denen eine Ratte stirbt, wenn sie am Schlafen gehindert wird: 16

Anteil der Schichtarbeiter, die über Schlafstörungen klagen, in Prozent: 95

Deutsche, die regelmäßig Schlaftabletten nehmen, in Millionen: 2,7

Durchschnittliche Zahl der Positionswechsel im Schlaf pro Stunde: 10

Wahrscheinlichkeit, an einem Sturz aus dem Bett zu sterben: 1:2 000 000

http://www.brandeins.de

Bin ich eine Diva?

Der utlimative Test in Brandeins:

Ich könnte mir …
( ) stundenlang zuhören (5 Punkte)
( ) tagelang zuhören (100 Punkte)
( ) vorstellen, auch mal was zu sagen, aber im Augenblick ist es wirklich spannender, den anderen zuzuhören (0 Punkte)

Die besten Ideen kommen immer noch
( ) von mir, und zwar nur von mir, und ich sage Ihnen: Es sind großartige Ideen (100 Punkte)
( ) von dem Kollegen B., aber der sitzt ja auch mit mir auf einer Etage (5 Punkte)
( ) von Experten, die von der Materie etwas verstehen (0 Punkte)

Faire Spielregeln sind
( ) nur etwas für Langweiler (100 Punkte)
( ) wirklich nötig, damit die anderen sich endlich an meine Vorgaben halten (5 Punkte)
( ) ungemein hilfreich, und zwar für alle (0 Punkte)


Auswertung:
0 P.: Sie sind ein höflicher Mensch, zumindest in Fragebögen.
5-15 P.: Manchmal wären Sie gern eine Diva, aber die Welt ist böse und lässt Sie nicht.
100-300 P.: Entweder sind Sie ein unerträglicher Mensch oder eine bezaubernde, inspirierende Diva. Oder beides.

Sonntag, 1. April 2007

Henry Maske vs Virgin Hill, Teil 2

Verschwendete Zeit: langweilig, blutüberströmt. Da machen die Ladys bei mir im Training mehr her.

Blauer Gürtel, blaue Flecken

Geschafft: 8. Kyu in Kyokushin-Karate bestanden. Hört sich vor allem für diejenigen gut an, die nicht wissen, dass die erste Prüfung nicht der erste, sondern der 10. Kyu ist. Egal: ein blauer Gürtel steht mir besser als einer in Orange ;-) Dreieinhalb Stunden gekämpft, vor allem gegen mich selbst und mit meinen Yoko Geris. Dann zu hören bekomen, meine Prüfung sei "ordentlich" gewesen, ich hätte jedoch noch mehr geben können. Hätte ich das? Nur wenn ich mir sicher gewesen wär, dass meine Kondition dann noch über drei Stunden reicht. Anschließend Verwöhnprogramm: Sauna und Dampfbad im Prinze. Ein Genuss und nicht zu viele Kerle ;-)

Ein blauer Gürtel gegen drei blaue Flecken - für mich ist das ein sehr gutes Verhältnis.

Donnerstag, 29. März 2007

...

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Mittwoch, 28. März 2007

Suchbegriff des Tages: "bauanleitung spanferkel"

Ei n Klassiker: Die Zwei-Wort-Suche, bei der die einzelnen Bestandteile nicht zusammen passen. Dabei fehlt es nicht weit. "bauanleitung spanplatte" hätte durchaus Sinn für Bastler, die noch eine Spanplatte im Keller haben und nun wissen möchten, was sie daraus machen können. "grillanleitung spanferkel" hätte auch seine Berechtigung. Vor meinem inerern Auge sehe ich den Heimwerker ein Ferkel zimmern, während sich der leere Spieß schon über dem Feuer dreht.

Dienstag, 27. März 2007

Hometown Baghdad

Realität in Baghdad: Nicht die Perspektive der Täter, nicht die Kameras focussiert auf die Opfer. Sondern - Menschen. Studenten, für die Stromausfall bedeutet, dass die Bandprobe mit E-Gitarren ausfällt, deren gemischter Salat plötzlich von Fanatikern als unislamisch eingestuft ist, und deren Freunde das Land verlassen. "Hier gibt es keine Zukunft."

Henry Maske vs Virgin Hill, Teil 1

"Wir sind im roten Bereich. Zehnte Runde: Wir klammern mehr, als dass wir boxen. Elfte Runde: Nun habe ich ihn im Griff. Ich gebe Gas. Nach eineinhalb Minuten ist der Dampf raus, ich kann kaum noch schlagen. Er ist genauso fertig. Furchtbar müde sind wir beide. Selten in meinem Leben habe ich mich dermaßen erschöpft gefühlt. Doch Hill ist es auch. [...] Noch dreißig Sekunden, noch ein paar Hände, die den Gegner erreichen. Er wankt. Lang noch mal hin, Henry. Ich treffe ihn unterm Auge - er macht keine Anstalten mehr, zu vertuschen, dass es ihm dreckig geht. Er versucht zu schlagen - Kinderhände sind das . . . Dann der Gong.

Wir wanken in unsere Ecken. Jeder hebt die Fäuste zum Himmel, tut wie ein Sieger. Doch hier ist niemand der Sieger. Wir sind zwei Männer, die alles getan und dabei jedes Fitzelchen Energie aus sich herausgepresst haben. Jetzt ist nur noch Leere in uns. [...]

Der Ring ist voll wie immer nach einem Kampf. Ich gehe auf und ab, auf und ab, ruhelos. Habe ich verloren? Ich weiß es nicht. Bin nur sicher, dass es eng war. Natürlich habe ich noch Hoffnung. Ich hatte bis zur letzten Sekunde Hoffnung. Warum soll sie jetzt weg sein? Auf und ab, auf und ab. Alle sind im Ring, die Wichtigen und die Wichtigtuer. [...] Normalerweise müsste ich im Mittelpunkt sein. Aber heute ist das anders. Das habe ich vor acht Jahren zum letzten Mal erlebt: And the winner is . . .

Ich bin der Loser. Sie springen alle von mir weg, keiner ist mehr da. Ich stehe in der Mitte des Rings und bin ganz allein. Kein Trainer neben mir, der mich - und natürlich auch sich selbst - tröstet. Keiner da! Da ist niemand. Niemand. Der andere hat gewonnen. Wir umarmen uns, zwei müde, abgekämpfte Männer. Der andere ist froh, aber seine Augen haben kein Leben. Er schlurft in Richtung Kabinen, mit dem großen Gürtel um den Bauch. "

Auszug aus dem Buch: Henry Maske/Detlef Vetten: Nur wer aufgibt, hat verloren. 281 Seiten. Ehrenwirth. 19,95 Euro.

Suchbegriff des Tages: "beheizbare strümpfe"

Perfektes Beispiel für den Unterschied zwischen Theorie und Praxis: Theoterisch eine gute Idee - aber ist nicht schon Frühling? Egal. Problematisch stell ich mir die Umsetzung vor. Viele andere bestimmt auch. Deswegen machen sie sich online auf die Suche nach Menschen, die das Problem für sie schon gelöst haben. Und treffen dabei auf andere Suchende. Jetzt könnte das eine Community werden. Oder nur das Thema für ein Blog.

Sonntag, 25. März 2007

Gelegenheit macht Mord

Wenn ich den Menschen ins Gesicht schaue, sehe ich, dass viele von ihnen sich für schuldlos halten, weil sie noch keinen Gelegenheit fanden, einen Mord zu begehen.

Orhan Pamuk: Rot ist mein Name

Stekos Fight Night: Kickbox-WM in München

München, 11. März. Christof lädt mich ein. Als Dank, dass ich ihn zur Fußball-WM mitgenommen habe. Um 17 Uhr ist Einlass: Zenith in Freimann. Wir sind pünktlich: Christof im Anzug, ich im schwarzen Rock, mit Netzstrümpfen und hohen Stiefeln. Die Halle ist riesig, dunkel, in der Mitte der Ring, am Rand Reste der Industrie. Hinter der letzten Stuhlreihe: zwei schwarze Hummer, Werbung für einen Autovermieter. Kerle, die um sie herumstreichen, den Lack mit den Fingern berühren. Noch nichts los an der Bar. Sanitäter stehen in einer Ecke.

Ab 18 Uhr die ersten Kämpfe. Langsam füllt sich die Halle. Männer jeden Alters und auch Frauen, die entweder Bunnys sind oder - wie ich - als Bunny gehen. Die ersten Showkämpfe, zweimal zwei Minuten, packen mich. Ich erkenne Schläge und Tritte aus meinem Karatetraining wieder. Spannend zu sehen, wie das Gewicht den Kampfstil beeinflusst: Die Macht der Masse.

Christine Theiss gegen Bonnie Webb aus Großbritannien, einziger Frauenkampf des Abends. Es geht um die Europameisterschaft im Vollkontakt-Kickboxen. Christine Theiss trainiert im Münchner Kampfzentrum Steko. In der zweiten Runde hat sie einiges einstecken müssen. Dann der entscheidende Treffer mit rechts: Bonnie Webb geht zu Boden. Christine Theiss bleibt Europameisterin. Statt sich nach dem Kampf erschöpft in die Ecke oder die Arme ihres Mannes sinken zu lassen, hüpft sie auf und ab, der Siegergürtel schlackert um ihre Taille. Sie macht derzeit ihren Doktor in Medizin.

Die größte Fangemeinde hat Dominik Haslbeck, ebenfalls ein Steko-Schüler. Seine Anhänger halten Schals hoch mit der Aufschrift „The White German Bull". Klingt für mich ein bisschen nach Nazi, aber Haslbeck hat ein paar kurze Rastas, das wäscht ihn vor meinen Augen rein ;- ) Er hat einen enormen Schlag gegen Angel Alvarez, die Fans singen: „Auf geht’s Hasi, kämpfen und siegen." Er tut ihnen den Gefallen und bleibt WKA Weltmeister in der Klasse bis 79 Kilo.

Es ist spät, Christof muss los, ich will den Kampf noch zu Ende sehen. Der Weg zur U-Bahn ist dunkel. Heute bin ich unbesiegbar.

Koordinaten:

48° 8' N, 11° 34' O: München

Über mich:

Frau, blond, 34 Jahre, beruflich online, lernt Karate und Yoga, telefoniert, kocht, reist, liest, fotografiert.

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